Perspektivenwechsel als Gewohnheit I: Was jeder über Perspektivenwechsel wissen sollte

Wassertropfen im Vordergrund zeigt andere Perspektive
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Haben Sie heute schon den Blickwinkel gewechselt? Einen anderen Blickwinkel einnehmen, die Perspektive wechseln. Sie sollten das unbedingt regelmäßig tun. Perspektivenwechsel als Gewohnheit lohnt sich.

Wenn Sie sich angewöhnen, Personen, Dinge, Situationen, Sachverhalte, Herausforderungen und Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, und Perspektivenwechsel zu Ihrer Gewohnheit machen, bietet Ihnen das zahlreiche Vorteile.

Doch zuvor müssen Sie sich darauf einlassen, Ihre gewohnte Perspektive zu verlassen. Sie müssen andere mögliche Sichtweisen zu entdecken und mit Ihrer eigenen ursprünglichen Sichtweise zu vergleichen. Das fällt vielen schwer. Es ist unbequem. Es kann sogar schmerzhaft sein, Schwächen und Probleme der eigenen Perspektive zu erkennen. Aber wenn Sie Perspektivenwechsel zu Ihrer Gewohnheit machen, lernen Sie schnell, diesen Schmerz zu überwinden. Dafür können Sie alle Vorteile genießen, die sich aus der Gewohnheit, den Blickwinkel wechseln zu können, für Sie ergeben.

Welche Vorteile bietet Ihnen gewohnheitsmäßiger Perspektivenwechsel?

Aus der Gewohnheit, verschiedene Perspektiven einzunehmen und „Dinge“ und Situationen multiperspektivisch zu betrachten, ziehen Sie viele Vorteile:

  • Verbesserung Ihrer Kreativität
  • Einnahme einer positiven und aktiven Lebenssicht
  • Entwicklung einer chancen-, lösungs- und zielorientierten Haltung
  • Verbesserung Ihrer Selbstdarstellung, Ihrer Kommunikation und Ihres Umgangs mit den Mitmenschen
  • Stärkung Ihrer Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit
  • Resilienz im Hinblick auf Veränderungen
  • Unabhängigkeit vom Mainstream

In welchen Bereichen Perspektivenwechsel nutzt

Das ist eine ganze Menge an Vorteilen in verschiedenen Bereichen Ihres Lebens. Alltag, Familie, Freunde, Beruf, Karriere … – viele Aspekte Ihres Lebens profitieren von Perspektivenwechsel als Gewohnheit.

Bewertung von Situationen und Vorbereitung von Entscheidungen

Wenn Sie Situationen beurteilen, ermöglicht Ihnen Perspektivwechsel, nicht nur Vorteile und positive Aspekte, sondern auch Gefahren und Probleme rechtzeitig zu erkennen. Umgekehrt erkennen Sie dadurch auch Entwicklungspotentiale in scheinbar „nur“ negativen und problematischen Lagen. Sie sehen dann vielleicht sogar Ausgangspunkte für positiv nutzbare Konsequenzen. So führt die Gewohnheit des Perspektivenwechsels dazu, gründliche und multiperspektivische „Lagebeurteilungen“ durchzuführen. Sie erkennen so möglichst viele Einflussfaktoren und mögliche Konsequenzen rechtzeitig. Diese können Sie dann in Ihre Entscheidungsfindung einbeziehen.

Nutzungs- und Verwendungsmöglichkeiten von „Dingen“

Indem Sie sich angewöhnen, Produkte, Konzepte und andere „Dinge“ aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, werden Sie kreativer.

Fragen Sie sich: Wie kann ich dieses „Ding“ oder Konzept auch für andere Ziele, Zwecke oder Funktionen einsetzen als für die, für die es ursprünglich gedacht ist oder normalerweise genutzt wird? Die Gewohnheit, etwas aus verschiedenen Perspektiven zu sehen, trägt dann dazu bei, „ohne Scheuklappen“ zu denken. Auf diese Weise erschließen Sie für bestehende Produkte, Konzepte und Abläufe neue Anwendungsbereiche.

Wie kann ich meine Ziele mit anderen als den bisher genutzten „Dingen“, Konzepten und Abläufen erreichen? Diese Frage hilft besonders in Situationen, in denen die gewohnten Hilfsmittel, Konzepte und Abläufe nicht zur Verfügung stehen oder funktionieren. Wenn Sie sich angewöhnen, diese Frage regelmäßig zu durchdenken, bewahren Sie auch in solchen Situationen die Ruhe und behalten die Kontrolle. Auch die Corona-Krise hat das gezeigt. Wer daran gewöhnt ist, (vorab) verschiedene Lösungswege zu durchdenken, ist nicht von einer „Standardlösung“ abhängig.

Zwischenmenschliche Kommunikation

Die Gewohnheit, den Standpunkt zu wechseln und sich auf andere Perspektiven einlassen zu können, hilft Ihnen, die Positionen der anderen Beteiligten zu verstehen und sich in deren Lage und Denkweise hineinzuversetzen. Seien das nun Kollegen, Freunde, der eigene Partner oder die Partnerin oder sogar Konkurrenten.

So erhalten Sie Gelegenheit, Ihren Standpunkt zu überdenken und nötigenfalls zu korrigieren. Dann können Sie die Standpunkte und Denkweisen der anderen nachvollziehen und zugleich Ihre eigene Wirkung einschätzen.

Auf jeden Fall ermöglicht das Hineinversetzen in die anderen einen lösungs- und zielorientierten Umgang miteinander. Außerdem hilft es, Konflikte zu vermeiden oder wenigstens zu entschärfen. Unter Umständen bietet dieser „empathische“ Perspektivenwechsel auch konkrete Vorteile gegenüber Konkurrenten.

Problemlösung: vom Müssen zum Wollen

In Bezug auf die Herangehensweise an ein „Problem“, eine „Herausforderung“ oder generell Aufgabenstellungen und Ziele ermöglicht Perspektivenwechsel ein „Reframing“ von müssen oder sollen zu können, schaffen und wollen. Auf diese Weise identifizieren Sie sich dann mit der Aufgabenstellung und arbeiten motivierter an der Lösung. Das macht Sie zugleich erfolgreicher.

Umgekehrt können Sie auch ein nicht dürfen in Bezug auf Verbote und Auflagen zu einem nicht brauchen reframen. Unter diesem Blickwinkel haben Sie etwas nicht nötig oder suchen andere, bessere Wege. Dieses Reframing führt dazu, dass Sie innere Widerstände aufgeben und im Rahmen der vorgebenen Möglichkeiten zu denken und zu arbeiten, statt sich innerlich dagegen aufzulehnen und dadurch Kraft und Energie zu verschwenden.

Sind Sie neugierig geworden? Dann machen Sie Perspektivenwechsel zu Ihrer Gewohnheit!

Wie Sie gezielt den Perspektivenwechsel in den verschiedensten Lebensbereichen üben und zur Gewohnheit machen können, lesen Sie in wenigen Tagen hier.

Anne-Sophie Bernard und Lisa Krödel von NEW HABIT starten am 7. Juli 2020 eine #coffeechallenge. Dabei geht es darum, 21 Tage lang eine neue Gewohnheit einzuüben.

Machen Sie also mit und bekommen Sie 21 Tagesimpulse zum Perspektivenwechsel!

Bildnachweis:

Photo by Nadine Shaabana on Unsplash

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