Standpunkte, Wege, Ziele

Orientierung mit Kompass und Karte

Der Weg ist das Ziel? – Wohl kaum!

Es gibt ja Leute, die behaupten, der Weg wäre das Ziel. Das ist meiner Meinung nach nur sehr eingeschränkt wahr, nämlich dann, wenn es darum geht, bestimmte Wege, Methoden und Medien auszuprobieren, also wenn ein bestimmter Weg erfahren werden oder eingeübt werden soll. Dann habe ich das Ziel, diesen Weg zu gehen oder auszuprobieren, um zu schauen, wohin er führt. Oder das Ziel besteht darin, verschiedene Wege auszutesten, um sie miteinander zu vergleichen. So oder so, muss ich wissen, was ich will.

Mann mit Rucksack im Gebirge
Beim Wandern ist schon mal der Weg das Ziel.

Was willst Du wirklich?

Aber wer macht sich wirklich regelmäßig – oder wenigsten einmal! – die Mühe, darüber nachzudenken, wohin er will, was er erreichen will …? Wer prüft, ob die verfolgten Ziele wirklich – noch? – den eigenen Werten und Prinzipien entsprechen?

Erkenne dich selbst!

Wer kennt sich wirklich so gut, dass er oder sie weiß, wer er oder sie ist und wofür er bzw. sie steht? Wer denkt darüber – wenigstens einmal im Leben – gründlich nach?

Schau in den Spiegel!

Wie willst Du leben?

Und wer geht von dieser Selbsterkenntnis aus den nächsten – entscheidenden – Schritt… sich klar zu machen, wie und in was für einer Welt wir leben wollen?

Kurs setzen!

Willst Du die Folgen Deines Handelns?

Wer wägt ab, welche Folgen sein oder ihr Handeln haben wird und ob er oder sie diese Folgen wirklich erreichen oder zumindest in Kauf nehmen will?

Bogenschütze zielt auf Zielscheibe

Hast Du Dein Ziel im Blick?

Leg los! – Philosophieren ist Lebenskunst

Und wer ist dann noch bereit loszulegen, Schritt für Schritt den Weg zu diesem Ziel zu gehen – zu machen?

Nicht einfach nur nachzudenken, zu reden, zu diskutieren, sondern zu handeln und die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen?

Bist Du dabei?

ars philosophandi est ars vivendi – Philosophieren ist Lebenskunst.

2 Kommentare

  1. Vielen Dank, gern gelesen. Ein paar Gedanken dazu:
    Ob der Weg das Ziel ist, hängt m. E. vom Grad der Aufrichtigkeit (Wahrhaftigkeit, Authentizität) ab, in welchem wir einen Weg beschreiten. Die Frage, ob der Weg das Ziel sein kann, ist insofern nicht allgemein, sondern nur persönlich und subjektiv beantwortbar, was aber der Objektivität und der Allgemeingültigkeit keinen Abbruch tun muss. Selbsterkenntnis verstehe ich als aufrichtige Einsicht in sich selbst d. h. sich so zu sehen, wie man in Wahrheit ist. Selbsterkenntnis üben, meint in diesem Sinne vor allem das Eingeständnis der eigenen Unvollkommenheit und den eigenen Mangel an Weisheit anzuerkennen: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“
    Beste Grüße Elmar Vogel

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